Einleitung: Paulianische Anfechtung

Der Tatbestand der sog. pauliana ist eine Benachteiligung der Gläubiger durch den Schuldner:

  • Der Schuldner wirkt mit einem bösgläubigen Gläubiger zusammen.
  • Dieses Zusammenwirken benachteiligt andere Gläubiger im Konkursfall des Schuldners.
  • Die actio pauliana (Anfechtungsklage) ist das Korrekturmittel, um den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen und Gläubigerbenachteiligung zu beseitigen.
  • Die Rechtsordnung (SchKG 285 ff.) unterscheidet 3 Anfechtungstatbestände:

Begriff: Paulianische Anfechtung / Anfechtungsklage

Ein Gläubiger im Besitze eines Pfändungsverlustscheins oder die Konkursverwaltung kann klageweise die Zuführung von Vermögenswerten verlangen, welche durch eine anfechtbare Rechtshandlung der Zwangsvollstreckung entzogen wurden. Die Klage richtet sich gegen den durch die anfechtbare Handlung Begünstigten.

Synonyme:

  • Anfechtung
    • Gläubigeranfechtung
    • Paulianische Anfechtung
    • Paulianischer Rückerstattungsanspruch
    • pauliana
  • Anfechtungsklage
    • Zwangsvollstreckungsrechtliche Anfechtungsklage
    • actio pauliana